Ανακοινώσεις

Das erste Selbstorganisierte Thessaloniki Pride

 

Keep it Radical

 

Wenn du von “Fähigkeit” hörst, riecht es nach menschlichem Fleisch.

Wenn man dir die Vorbilder von “Fähigkeit” aufzuerlegen versucht, Keep it Radical.

Sie sind beschaffen.

Wenn man deine Sexualität in Schablonen zu zwängen versucht, Keep it Radical. Akzeptiere es nicht.

Wenn die “souveränen männlichen” Verhalten die Regel werden, Keep it Radical. Sonst wird die Kultur der Vergewaltigung uns wie eine Wolke bedecken und sie wird die nächste Regel.

Wenn man dein Mitleid für Behinderte, Keep it Radical. Der Behinderte, Behinderte und Behinderter fordern seinen Respekt, sie bitten nicht flehend dein Mitleid.

Wenn man versucht dich davon zu überzeugen, dass die Auswanderer und die Flüchtlinge «Problem sind», denk kurz daran und Keep it Radical. Sie sind vom System und berüchtigt wie du. Oder wie ich.

Wenn der Staat und ein großer Teil der Gesellschaft selbstverständliche Privilegien denen bieten, die das Vorbild des Weißen, Einheimischen, Christen, Wohlhabenden, gesunden heterosexuellen cisgender Menschen erfüllen, Keep it Radical und kämpf um ihren Sturz. Wir beanspruchen in einer Gesellschaft der Gleichheit ohne Privilegien und gegen die Unterdrückungspraxis, die das Patriarchat auferlegt, zu leben.

Wir fangen nicht von minus an. Der Forderungsbereich von Rechten wird scheinbar untersucht, während die öffentliche Diskussion über die λοατκια-Frage vielmals im Vordergrund steht. Im gleichen Moment sieht ein großer Teil der Gesellschaft sich dennoch ständig zurückzuziehen aus. Das Patriarchat und auch jede Gestalt der “Normalität” herrscht in unserem Leben. Fast überall wird die Theorie der Prinzipien des Geschlechtes auferlegt, während oft die Heterosexualität auferlegt wird. Alles, das sich unterscheidet, – sei es nur wenig – prallt ab, zieht sich zurück und stellt sich am Rand der Gesellschaft.

 

Die Klischees, die nicht nur die Identität, die Äußerung des Geschlechtes, sondern auch die Sexualität betreffen, werden die Regel. Die Modelle der Schönheit, die heutzutage gefördert werden, sind völlig rassistisch: sie fassen Personen mit weißer (von der überwältigenden Mehrheit) Haut um. Durch diese Modelle identifiziert sich das private mit dem sozialen Geschlecht, sowie mit den konkreten Verhältnissen. Für uns sind die Verschiedenheit, ihre institutionelle Sicherung und der Wechsel vom Bewusstsein nötig für eine Gesellschaft von freien Menschen. Der Wert eines Gemäldes ist die Verschiedenheit der Pinselstrichen, die es verfassen.

 

Nebenbei bleiben wir bei Vorschlägen, die der erfundenen und erforderlichen “Normalität” entgegenstehen.  Unsere Materialien sind die scharfen Fragen, die den Traum für eine andere Gesellschaft mit völlig verschiedenen Beziehungen zwischen den Menschen im Mittelpunkt stellt.  Vorschläge, die uns zu träumen und zu kämpfen erlauben. Mit denen wir die institutionellen Errungenschaften überschreiten können.

 

 

RADical Pride – Erstickensbedingungen

Düsteres Klima überall in der Welt. Wahl von Trump in den USA, Massenstrom Unterstützung von Le Pen bei der vor kurzem Wahlen in Frankreich, Aufstieg von rechtsextremen Parteien auf ganze Europa, eskalierte Angriffe auf unterdrückte Sozialgruppen von Faschisten. Alle diese Ereignisse zeigen, dass die Zeit zu enden aussieht. Wenn wir uns nicht schnell widersetzen, wissen wir, dass wie die sind, die schmerzhafte Veränderung in unserem Leben akzeptieren werden.

 

In Griechenland, trotz der Errungenschaften der λοατκια+ Bewegung, fehlen die homophoben und transophoben Angriffe nicht. Es ist kein einziger Tag, an dem sich die Frauen sexistischer – sprachlicher oder auch körperlicher Gewalt nicht unterziehen. Die Wirtschaftskrise drückt immer mehr die Schlinge zusammen, während die Memoranden, von der griechischen Regierung unterschrieben werden, noch mehr unsere schon belastenden Leben verschlechtern. Wir sind Lesben, Homosexuellen, bisexuelle, transsexuale, queer, intersexual und asexual (λοατκια+), aber im gleichen Moment sind wir Arbeiter/Arbeiterinnen, menschliche Schatten, die ohne Versicherungsrechte arbeiten. Und das ist der beste Fall. Denn in dem schwierigen sind wir arbeitslos. Im gleichen Moment bleiben die Flüchtlinge in den Ausnutzungs- und Verelendungslagern und erleben Angriffe von Faschisten, insbesondere in den Empfangsorten.

 

Der letzte Gesetzentwurf über die Transsexuelle ist scheinbar ein positiver Schritt, der sich zur Realisierung von den Vorgängen der Anerkennung der Identität des Geschlechtes (ohne ärztliche Voraussetzungen und chirurgische Eingriffe oder psychiatrisches Gutachten) richtet. An dieser Stelle, aber wird laut des Gesetzentwurfes Urteil für jede transsexuelle Person extra (im Gegensatz zu der einfachen Anmeldung beim Standesamt, die eine stabile Forderung der Transbewegung in Griechenland und auch in vielen anderen Ländern darstellt) gefordert. Gleichzeitig wird der Begriff der Volljährigkeit eingeführt und das heißt, dass die minderjährigen transsexuellen Personen automatisch ausgeschlossen werden. Es ist auch schwierig für die verheirateten Personen, weil sich sie in Dilemma, ob sie das Eheleben oder die Wiederbestimmung ihrer Identität wählen, befinden. Und natürlich bleiben die Intersexuelle noch einmal inexistent, was den Gesetzentwurf angeht.

 

Das RADical Pride findet im Moment, wenn die allgemeine Bewegung ihre Mächte sammelt, statt. Es ist der Moment, wenn wir feststellen, dass, wenn wir etwas ändern wollen, wir alles ändern sollen. Kleine positive Schritte sind getan worden, einige Rechte sind Mühe ausgeübt worden. Dennoch reichen sie nicht. Sogar werden die wichtigsten Errungenschaften der Vergangenheit für gegeben gehalten und werden bei der ersten Gelegenheit durchgekreuzt. Das Werkzeug der Übertragung auf die «Experten» erweist sich als nutzlos. Die Umstände begünstigen nicht die Illusionen. Die Kraft befindet sich in jeder Person. Es ist nicht nötig jemanden mit dem Fragenmanagement, die uns als λοατκια+ Menschen (und nicht nur) betreffen, zu beauftragen.

 

Unter diesesn Bedingungen, die wir beschreiben, ist die Selbstorganisation des prides in jeder Stadt nötig. Aus welchem Grund soll der Prideplan den Oligomeren geschlossenen Organisationsausschuss und Unternehmen einreden?  Aus welchem Grund sollen wir, da das Pride alle uns betrifft, fast ausgeschlossen sein, was die Beschlussfassung angeht? Aus welchem Grund vertreten einen Standpunkt die Unternehmen, die Botschaften und die Konsulate und nicht die λοατκια+ Personen und diese, die solidarisch haften? Die alten Werkzeuge sind verrostet. Es ist, also, Zeit neue zu versuchen.

 

Als Mitglieder dieser Gesellschaft, sondern auch als besondere Leute, müssen wir um unser eigenes Leben kämpfen. Besonders unter Bedingungen, wie die heutigen, gehört die Rede zu dir. Und zu mir. Und sie wird durch offene Versammlungen, direkte demokratische Vorgänge, Mitgestaltung und freien Ausdruck von jedem/jeder/jedem geführt. Ohne Abhängigkeit von europäischen Institutionen, ohne Finanzierungsabkommen und Beihilfen. Die neuen Zeiten stellen neue Herausforderungen für uns dar. Neue Stimme sind notwendig. Neue wagemutige Probleme. Neue Wege, wo wir und zu treffen hoffen.

 

Die Auferlegung der “Normalität” riecht nach Blut. Und das ist die der Menschen, die nicht hineinpassen oder mehr als genug sind. Die “Normalität” wird auf Menschen, die vielmals keinen Platz beim Pride finden, auferlegt. Unser Pride, das RADical Pride, würde keinen Existenzgrund haben, wenn die, die nicht gehört werden, sich nicht frei äußern könnten. Es geht um alle diese, die alltags unterdrückt werden, denn ihre Identitäten sind unterschiedlich. Frauen, behinderte Menschen, Bisexuelle, Auswanderer, Senioren, religionslose Menschen. Einige von den Thematiken werden Anlass für Diskussion bei unseren Veranstaltungen und Tätigkeiten sein. Feministische Tätigkeiten, Engagement für die Flüchtlinge, Diskussion über behinderte Menschen, persönliche Berichte von Menschen, die unterdrückt worden sind, Veranstaltung über den Ausschluss der Homosexuellen von der Blutspende.

 

Die wertvollen Kostender Verschiedenheit  

Die transsexuelle Aktivistin, Hande Kader, aus der Türkei, hat um den Preis ihres Lebens die auferlegte “Normalität” zu bezweifeln. Sie wurde vergewaltigt und sie wurde im August 2016 nach Konfrontationskämpfe lebendig verbrannt. Die Auferlegung der “Normalität” hat verlangt ihre Stimme für immer zu schweigen, weil sie zu laut war.

 

Das RADical Pride, das erste Selbstorganisierte Pride in Thessalonikiist der Erinnerung von Hande Kader geweiht.

Wir werden ausgehen, weil es ihr beraubt wurde.

Wir werden mit ihrer Stimme laut reden, weil sie zum Schweigen gebracht wurde.

Und wir wissen, dass da draußen unsere Schritte mit ihren durcheinandergebracht werden und unsere Stimmen haben etwas von ihrer Stimme.

    

 

 

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